Kai-Uwe Makowski

Das Internet ist ein Meer aus Bullshit, Nutzer brauchen einen guten Bullshit-Detektor um den Müll links liegen zu lassen und gute Angebote zu finden.

Joan Westenberg formuliert in einem Beitrag die „Costco Theory“ des Internets.

Costco ist eine amerikanische Warenhauskette, die dafür bekannt ist, nicht so viele Artikel wie möglich anzubieten, sondern für die Kunden „vorzufiltern“. Durch das Herausfiltern von minderwertigen Artikeln wird dem Kunden zeitraubendes Vergleichen erspart und Entscheidungen vereinfacht.

Amazon bietet hingegen unendlich viele Artikel an. Auch hier findet eine Filterung durch die Platzierung von Artikeln auf den ersten Plätzen der Suchergebnisse statt. Nur ist Amazon kein verlässlicher Verkäufer, hier werden nicht die besten Artikel empfohlen, sondern die, mit denen Amazon den eigenen Profit maximiert.

Jeder kann heute Inhalte oder Waren im Internet anbieten. Entscheidend ist die Frage, ob man dem Anbieter vertrauen kann.

The test now is whether people can trust you to exclude.

Westenberg beschreibt die Eigenschaften einer vertrauenswürdigen Vorsortierung:

In practice that means you remove things, you simplify, you say no earlier than feels comfortable. You define what good actually means and then make the standard explicit enough that people can test you against it. You refund when you fail, cut the features that confuse the product, stop publishing when you’ve nothing worth saying, turn down the clients who’d drag the standard down, and refuse any form of scale that lowers the bar.

Die Zukunft des Internets geht in zwei Richtungen: Plattformen wie Facebook oder TikTok werden immer mehr zu Bullshitschleudern und sorgen dafür, dass sich ihre Nutzer mit ki-generierten, seelenlosen Inhalten betäuben können. Ein anderer Teil der Internetnutzer sucht sich vertrauenswürdige Anbieter und genießt die Vorteile des Premium-Internets.Warenhaus