Kai-Uwe Makowski

Der Author Philip K. Dick bezeichnete die Frage „Was ist Realität“ als sein wichtigstes Thema.

My major preoccupation is the question, ‚What is reality?‘

Er formulierte auch eine valide, wenn auch vielleicht nicht ganz umfängliche Definition:

Reality is that which, when you stop believing in it, doesn’t go away.

[Realität ist das, was nicht verschwindet, wenn man aufhört, daran zu glauben.]

Manche Leute leben aber lieber in einer Parallelwelt, die mit der Realität wenig zu tun hat. Joan Westenberg beschreibt in einem Beitrag die Motivation für diese Art zu leben:

A loose, uncertain, contradictory person joins a movement and is made whole, with a villain to blame for their troubles, and a future to march toward, and a tribe to march with.

[Eine verlorene, unsichere, widersprüchliche Person schließt sich einer Bewegung an und findet dadurch innere Stabilität, einen Gegner, den er für die eigenen Probleme verantwortlich machen kann, eine Zukunft, auf die sie zumarschieren kann und eine Gemeinschaft, mit der sie gemeinsam marschiert]

Man möchte denken: Schön für diese Leute, dass sie was gefunden haben, mit dem sie sich wohl fühlen. Aber der Abschied von der Realität löst nun mal keine Probleme. Ganz im Gegenteil: viele dieser Leute versuchen, die anderen beim Lösen der Probleme zu behindern. Weil es in ihrem verzerrten Weltbild nicht notwendig oder schädlich oder wasweißichnichtalles ist.

Aber hat ja auch keiner behauptet dass der Mensch ein rationales Wesen wäre. Irgendwie müssen wir auch mit diesen Vollidioten zurecht kommen.