Kai-Uwe Makowski

Die Wissenschaft erlaubt uns Aussagen darüber zu machen, was Wirklichkeit ist und was nicht Wirklichkeit ist. Wenn aber die Wirklichkeit (z.B. der menschengemachte Klimawandel) das Geschäftsmodell bestimmter Akteure (z.B. fossile Industrie) bedroht, dann investieren diese oft enorm viele Ressourcen in die Manipulation der Massen durch das Erzeugen von Unwissen.

Die Wissenschaft, die sich mit der Erschaffung und Aufrechterhaltung von Unwissen beschäftigt, ist die Agnotologie.

Ihr Erkenntnisgegenstand ist, wie Unwissen durch Manipulation, irreführende, falsche oder unterdrückte Informationen, Zensur oder andere Formen absichtlicher oder versehentlicher Selektivität geschaffen oder gesichert werden kann.

Quelle: Wikipedia

Die Wissenschaftsphilosophin Anna Leuschner beleuchtet in einem Vortrag die strategische Erzeugung von Unwissen am Beispiel von Klimaschutz.

Bis vor einigen Jahren wurde der menschengemachte Klimaschutz geleugnet, z.B. durch die Überbetonung von Unsicherheiten, PseudoexpertInnen oder Medienmanipulation. Inzwischen funktioniert die Leugnung immer weniger, weil wir alle die Folgen live miterleben. Heute werden neue Strategien der Manipulation eingesetzt wie die Umwälzung der Verantwortung auf das Individuum oder die Verbreitung von Hoffnungslosigkeit und Fatalismus.

Die Erzeugung von Unwissen ist ein Bestandteil der „Flood the Zone with Shit“-Strategie. Unsere Fähigkeit die Wirklichkeit von dem was nicht Wirklichkeit ist soll untergraben werden. Wir sollen an allem zweifeln. Umso wichtiger ist es, die Strategien hinter der Manipulation zu kennen.