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Kai-Uwe Makowski

Die religiöse Rechte gewinnt in den USA zunehmend Kontrolle über zivilgesellschaftliche Organisationen. Beim Bestreben, die Religion zum Teil der Kommunalpolitik zu machen, wurde Anfang des Jahres zugelassen, dass Sitzungen des Stadtrats mit einem Gebet beginnen dürfen.

Diese neue religilöse Freiheit nutzte der bekennende Satanist Matt Dalbey für eine eher ungewöhnliche Ansprache.

“Dear dark father, let us stand now unbowed and unfettered by arcane doctrines born of fearful minds and darkened times. Let us embrace the Luciferan impulse to eat off the tree of knowledge and dissipate our blissful and comforting delusions of old.”

Das ging dann noch ein wenig weiter und endete mit:

“It is done. Hail Satan.”

Das gefiel einem anwesenden Pastor so gar nicht, er wollte sofort „den Fluch umkehren“. Das war aber nicht Teil der Tagesordnung.

“No,” Galloway said. “We are at the consent agenda. I’m sorry, but it’s time to move forward. The invocation happened.”

Dieses Theater beleuchtet auf anschauliche Weise, in welcher Weise die Rechten die Gesellschaft umbauen wollen. Sie erschaffen Regeln, die „sie“ schützen aber nicht binden, während „andere“ gebunden, aber nicht geschützt werden. Das ist die Zukunft, auf die wir uns schon mal einstellen können.