Vor allem sogenannte „konservative“ Parteien argumentieren auf europäischer Ebene, dass Datenschutz „die Wirtschaft“ bremsen würde. Sprich: BigTech verdient weniger Geld.
Die europäische Datenschutzorganisation BEUC hat mal durchgerechnet, was mangelnder Datenschutz jeden einzelnen europäischen Bürger kostet.
Anna Stöbele Romero fasst das für netzpolitik.org zusammen:
Die Studienautoren, James Robinson und Bart Smallman, teilten bei der Veranstaltung am Mittwoch ein paar Kernzahlen: Geschätzt 103 Milliarden Euro kosten Verbraucher:innen die Nicht-Einhaltung von Datenschutzregeln pro Jahr. Der Markt für Databroker, wo Daten gesammelt und zu Profilen addiert werden, habe einen geschätzten Wert von 40,5 Milliarden Euro. Auf jeden EU-Bürger heruntergerechnet seien das knapp 108 Euro pro Jahr.
Wirtschaftliche Akteure verdienen mit unseren Daten Geld, wir haben nichts davon. „Konservative“ Parteien wollen dieses Geschäftsmodell fördern, progressive Kräfte wollen den Datenschutz stärken.