Kai-Uwe Makowski

Das Betriebssystem iOS wird auch als geschlossen bezeichnet. Das bedeutet, dass es Nutzern verbietet, an ihrem Eigentum etwas zu verändern, das Apple nicht explizit erlaubt.

Googles Android war bisher ein Gegenentwurf dazu. Auch wenn Nutzer nicht die völlige Kontrolle über ihre Geräte hatten (siehe unten), so wurden sie nicht bevormundet, wenn sie Software aus einer anderen Quelle als dem Playstore installieren wollten.

Der Spaß ist in Kürze vorbei. Google hat sich Apples höchst lukratives Geschäftsmodell angeguckt und bei sich gedacht: „Das will ich auch“. Google macht den Laden dicht und erlaubt die Installation von Apps nur noch aus dem eigenen Store und den Stores der großen Handyhersteller (Samsungs Galaxy-Store, etc.).

Was auch die Nutzer von Geräten mit Android noch nie unter Kontrolle hatten, das war der massive Datenabfluss in Richtung der Server von Google. Ich zitiere hier nochmal aus einer Studie von 2018:

A dormant, stationary Android phone (with the Chrome browser active in the background) communicated location information to Google 340 times during a 24-hour period, or at an average of 14 data communications per hour. In fact, location information constituted 35 percent of all the data samples sent to Google.

Selbst wann das Handy nicht benutzt wird, schickt es 14 mal pro Stunde Daten an Google. Diese Übertragungsrate geht natürlich steil nach oben, wenn man das Gerät benutzt. Bis man Wetter Online aufmacht und die App dann den Standort an 800 Werbepartner schickt.

Studie von 2018? Bitte nehmt nicht an, dass das in den letzten Jahren besser geworden ist. Geht lieber davon aus, dass alles noch viel schlimmer geworden ist. Wenn ihr euch nicht schützt, fließen eure Daten ab, sie werden gesammelt, sie werden verkauft und sie werden gegen euch verwendet.

Passt auf euch auf.