Zum Hauptinhalt springen

Kai-Uwe Makowski

Die Firma Alphabet hat gleich mehrere Monopole, z.B. Google als Suchmaschine oder Youtube als Videoplattform. Dazu kommt noch die größere Hälfte des Duopols bei mobilen Betriebssystemen mit Android.

Die EU hat mit dem Digital Markets Act ein Gesetz erlassen, dass die Chancen kleinerer Unternehmen gegenüber Monopolisten verbessern soll. Eine der konkreten Auflagen: Google Search soll die Datenbasis seiner Suchmaschine mit anderen Anbietern teilen.

Das findet Google nicht so toll, weil… das ja die Privatsphäre der Nutzer bedrohen würde!

Ryan Whitwam zitiert eine Google Sprecherin in einem Beitrag für arstechnica:

“If implemented as described today, I think within a short period of time on Android, we’d see a significant increase in fraud in the EU,” said Adkins, who noted these events could happen within weeks of pushing through the changes.

Da hätte sich die Sprecherin aber ein bisschen mehr Mühe geben können. Weil was sie sagt ist: Wenn wir eure persönlichen Daten haben und an Dritte verkaufen, dann ist das kein Problem. Aber wenn das jetzt jeder tun könnte – wo kommen wir denn da hin?

Google uses these techniques across services—search queries, location data, advertising profiles, app usage, and more. It’s all there in Google’s privacy terms, and we are regularly assured that the data is sufficiently anonymous that it’s no problem even when Google shares it with third parties of its choosing. But when the EU requires Google to give anonymized search data to its competitors, it’s suddenly an untenable privacy issue. Perhaps all of these anonymized data sets are a problem, whether they’re held by Google or not.

Wisst ihr, was das Problem beheben würde? Ein Verbot von personalisierter Werbung. Der Chaos Computer Club fordert:

Als Teil der digitalen Infrastruktur sollten sich Plattformen von der Überwachung Einzelner zu Vermarktungszwecken lösen. Alternative (z. B. kontextbasierte) Werbemodelle eröffnen Möglichkeiten, Menschen jenseits des allgegenwärtigen Trackings und Targetings zu erreichen und sie dadurch in Datenverarbeitungsprozessen zu schützen. Um alternative Werbemodelle zu stärken, sollte die neue EU-Kommission digitale Fairness ernst nehmen und ein Verbot von personalisierter Werbung auf den Weg bringen.