Weltweit wird aktuell über Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche diskutiert. Australien hat dies bereits umgesetzt, Ece Yilderim hat sich das für Gizmodo angeguckt:
The eSafety Commissioner also shared earlier this year that seven out of 10 parents surveyed said their teens were still on Facebook, Instagram, Snapchat, and TikTok, despite the ban.
Laut den Eltern benutzen 7 von 10 Kindern immer noch Social Media. Das bedeutet, dass 3 von 10 Kindern die Nutzung vor ihren Eltern verbergen. Ich wiederhole mich: Social-Media-Verbote führen nicht dazu, dass Kinder nicht mehr auf Social-Media nutzen.
Das liegt auch an den Interessen der Plattformen. So wie die Zigarettenindustrie sich in ihrer Werbung an Jugendliche wendete, um eine lebenslang abhängige „Kundschaft“ heranzuzüchten, bemühen sich die großen Anbieter nicht ernsthaft, Altersgrenzen durchzusetzen.
“Based on the regular updates I receive from the eSafety Commissioner, it is clear to me that social media platforms are adopting tricks straight out of the big tech playbook and doing the bare minimum to get by,” Australia’s minister for communications, Anika Wells, said in a press release.
Australien hat die Strafen für die Nichtdurchsetzung der Altersgrenzen für BigTech verdoppelt, von 34 Millionen Australische Dollar auf 69 Millionen. Soviel Gewinn macht Facebook in knappen fünf Stunden. Ob das Eindruck schindet?
Wer sich für die Sicht der Wissenschaft auf Social-Media-Verbote interessiert, der sollte sich fünf Minuten Zeit nehmen und das Interview mit der Bildungsforscherin Nina Kolleck auf Deutschlandfunk anhören.
„Vor dem Hintergrund der Lage der Wissenschaft oder der Ergebnisse der Forschung gibt es eigentlich keine plausiblen Gründe dafür, dass ein Verbot wirklich die Wirkung entfaltet, die wir erhoffen und deswegen auch gerechtfertigt ist.“