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Kai-Uwe Makowski

Markus Beckedahl analysiert in einem Beitrag den Propaganda-Bot der AfD. Das KI-Werkzeug sucht aus dem ständigen Strom von Nachrichten polarisierende Meldungen heraus, die verwahrlosten Rechtsextremen brauchen nur noch ihre Zugangsdaten für Social Media zu hinterlegen, die Nazi-Propaganda schreibt sich dann tatsächlich ganz von selbst.

Der „Viralitätsscore“ ist in Wahrheit ein Empörungsscore – und wird zur Redaktionsentscheidung. Was nach oben kommt und weiterverarbeitet wird, hat eine KI offenbar nach einem einzigen Kriterium ausgewählt: möglichst viel Wut erzeugen und polarisieren. Die politische Vorauswahl ist getroffen, bevor es sich ein Mensch überhaupt anschaut.

Die Lügenmaschine macht nicht mal vor der politischen Einstellung der eigenen Nutzer halt.

Interessant ist, dass offensichtlich eingebaute Filter dafür sorgen sollen, dass bestimmte Aussagen, die Nutzer der KI auf den Weg mitgeben, korrigiert und optimiert werden. Wenn man „Ausländer raus“ eintippt, wird daraus immer ein „Kriminelle Ausländer raus“. Das Tool ist der AfD wohl auch dabei behilflich, ihre Parteibasis davon abzuhalten, weiter Material für ein mögliches Parteiverbot zu liefern.

Beckedahl arbeitet heraus, dass „Propaganda-as-a-Service“ gegen die Nutzungsbedingungen der KI-Firmen hinter dem Nazi-Bot verstößt und dringend reguliert werden muss.

Nur so lässt sich derzeit kurzfristig vermeiden, dass „Geistschreiber“ künftig zur Kommandozentrale einer Bot-Armee wird, die rechtsaußen Inhalte automatisiert und im Sekundentakt in die sozialen Netzwerke pumpt. Das treibt die Polarisierung weiter und erschwert konstruktive demokratische Debatten.

Müsste halt nur mal jemand machen.